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Aktuelles Projekt

Grundsätze der motivierenden Gestaltung

Damit bei den Bewohnern ein selbstbestimmtes Hinausgehen gefördert werden soll, müssen momentan vorhandene Barrieren abgebaut werden. Dieses sind natürlich zunächst bauliche Barrieren, wie der ungenügende Ausgang, der zu schmal und unsicher wirkt, mehr aber geht es um darüber hinausgehende Maßnahmen.

 

Demnach benötigt der Garten zwei Dinge.

  • Zunächst will der Mensch sich in einem Raum auf Anhieb sicher fühlen. In unterschiedlicher Weise ist es notwendig sich auf Anhieb orientieren zu können, die Umgebung lesbar zu machen. Geeignete Hilfsmittel hierfür sind selbsterklärende Formen aber auch Übersichtssituationen plus eine geeignete Verkleinerung der Lebensumgebung, passend zum Wahrnehmungsvermögen der Nutzer.
  • In der weiteren Folge benötigt der Mensch dann jedoch auch genügend Objekte, die einer Erforschung wert erscheinen. Somit muss auf den ersten Blick ebenso eine passende Komplexität, wie auch ein gewisses Maß an Überraschung bieten.

 

Mit der vorliegenden Gestaltungsanpassung soll diesen beiden Punkten Rechnung getragen werden. Daher steht in diesem Garten auch das Moment der Lesbarkeit und des direkten Nachvollzugs im Mittelpunkt, um so in erster Linie direkt ein Gefühl der Vertrautheit zu geben.

Aus diesem Grund sieht der Entwurf vier deutlich erkennbare und übersichtliche Gartenräume vor. Von besonderer Bedeutung ist dabei der zentrale Gartenteil, der sich zukünftig direkt offen vom Ausgang her eröffnen soll. Ebenso sind genügend Sitzplätze vorhanden, die jeweils auf das Zentrum des Gartens ausgerichtet sind. Sie sind derartig gestaltet, dass sie einen sicheren Hintergrund haben und Überblicke schaffen. Diese Bänke stellen ebenso erste Ziele für das Hinausgehen dar.

Als weiteres „ziehendes“ Element wird das Wasser wirken. Aus einem Quellstein im biblischen Teil, wird das Wasser als leichtes Rinnsal direkt zum zentralen Wasserspiel des Gartens geleitet.

Die beiden äußeren Gartenteile, von denen einer eher mehr dem gemeinsamen Gruppenerleben dient und der andere für den persönlichen Rückzug und die Kontemplation gedacht ist, sind so angelegt, dass sie nicht direkt vom Ausgang aus komplett einsichtig sind, aber dennoch klar ist, dass hier etwas zu entdeckendes liegt.

Der vierte Bereich ist in Form von einem Rundweg und einer Bewegungsfläche angedacht. Der Rundweg ist gedacht als Übungsstrecke für Fußgänger, sowie Rollstuhl- und Rollatorfahrer, die Bewegungsfläche ist mit drei fest installierten Outdoor-Übungsgeräten für das Training der Muskulatur, sowie der Erhaltung und Verbesserung der Motorik vorgesehen.

Somit werden die Neugierde und der Wunsch nach Exploration geweckt. In sich selber sind diese Gartenräume dann wieder klar und übersichtlich gestaltet.

Der Garten ist einerseits als ein Sinnesgarten (vor allem im zentralen Teil), wie aber auch als Bewegungs- und Therapiegarten für Gruppen- und Einzelangebote konzipiert.

Vor allem aber ist er auch als Bibelgarten konzipiert. Das betrifft die Grundausformung, den kompletten Bereich Besinnung, teilweise die Pflanzen­auswahl, sowie ganz generelle Zuordnungen.

    

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